Die Niehues-Stiftung finanziert für 4000,- € moderne Anlagen für die Schule am Hofgarten. Ein erster Praxistest ist bestanden und auch die. Therapeuten sind ganz begeistert.

Coburg – Anfangs schauen sie noch recht skeptisch: Schließlich ist so.’eine Kindermangel zwar bunt, aber auch sehr, sehr groß. Und so sitzen, Leon, Elias und Max erst einmal neben dem neuen Therapiegerät, das mit seinen großen blau-gelben Rollen an eine Heißmangel erinnert, und beäugen es neugierig. “Für so eine Autowaschanlage muss natürlich bezahlt werden“, sagt Ergotherapeutin Beate Neuber und reicht den Buben der Reihe nach einen Tennisball mit Schlitz, in den die Kinder Plastikmünzen einwerfen müssen.

Damit zahlen sie fürs Durchfahren: Sie sind Feuerwehrautos, . müssen durch die Mangel und sich waschen lassen, um sauber zu werden. Glücklich, aber geschafft Mit jedem” Waschgang”, bei dem sich die Kinder durch die Rollen des Gerätes winden, gelingt es ihnen besser. Am Ende sind sie glücklich, aber auch geschafft. Schließlich hat ihr Körper einiges geleistet: Sie haben sich abgestützt, ihre Körper angespannt, den Muskeltonus angeregt und sich konzentriert.

“Schon in der ersten Stunde merken wir die Fortschritte”
Renate Gerhart, Therapeutin

All das kann das Gerät und noch viel mehr: “Bei motorisch unruhigen Kindern führt es zu einer besseren Aufmerksamkeit, Strukturen und Reizverarbeitung“, erläutern die beiden Therapeutinnen und sind begeistert. “Schon in der ersten Stunde merken wir Fortschritte”, so Renate Gerhart. Ihre Kollegin ergänzt: “Das sind ganz neue Reize für das Nervensystem, die müssen natürlich erstmal verarbeitet werden.” Zweimal pro Woche darf dieses Gerät bei den Kin-dern zum Einsatz kommen.

Ermöglicht hat dies die Niehues- Stiftung aus Weitramsdorf,( die von Birgit Niehues 2002 ins Leben gerufen wurde.  “Wir haben selbst keine Kinder”, sagt sie, “und ich wollte Kinder und Jugendliche, vor allem  aus sozial schwachen Verhältnissen,  unterstützen.” Mittlerweile schüttet  die Stiftung rund, 10 000 Euro pro Jahr für karitative Zwecke aus. Die Schule am Hofgarten’, Förderzentrum für 120 Kinder mit körperlichen und motorischen Defiziten, erhielt nun drei heue Therapiegeräte  im Wert von 4000 Euro.

Geschäftsführerin Dr. Karin Netschiporenko hatte sich in einem Schreiben hilfesuchend an Birgit Niehues gewandt. “Im Herbst zieht die Schule am Hofgarten auf die Bertelsdorfer Höhe”, erklärt sie, “Geld für neue Therapiegeräte war allerdings keines vorhanden.”  Zusammen mit dem Leiter der Therapie, Dirk Scharenberg, und den Therapeuten an der Schule sucht Birgit Niehues Geräte aus, die für alle Kinder .geeignet sind. Zudem erwirkte sie beim deutschen Lieferanten einen Preisnachlass. Außer der Kindermangel  finanziert die Stiftung ein  Flex- und ein Schwebetuch. “Es wird frei schwebend im Raum aufgespannt”, erläutert Scharenberg, “so dass die Kinder der Bewegung nachspüren können”.

Quelel: Neue Presse  22.Mai 2014

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